Kodak, der insolvente Fotopionier will trotz eines Milliardenverlustes neu durchstarten und zwar als Druckspezialist. Das Minus hat sich im vergangenen Jahr unterm Strich auf 1,1 Mrd. Euro verdoppelt. Nach Vorlage der Zahlen sagte der Firmenchef, dass die Kunden zu Kodak stehen. Er ist guter Dinge und erwartet dass die Insolvenz Mitte des Jahres überstanden ist. Für den Firmenumbau wurden im vergangenen Jahr enorme Aufwendungen fällig, wodurch der Milliardenverlust verursacht wurde. Das Unternehmen schreit allerdings schon jahrelang hohe Verluste. Kodak war einst der Vorreiter im Fotogeschäft. Anfang 2012 ist das Unternehmen in die Insolvenz gerutscht. Schuld daran war der Wandel zur Digitalfotografie, den Kodak nicht verkraftet hat. Die klassische Fotografie wurde seit dem 19. Jahrhundert von Kodak geprägt. In Zeiten der digitalen Bilder hat sich der Konzern allerdings zu lange an die alten Geschäftsfelder geklammert.

Trotz Verlusten wird ein Neustart gewagt

Während der Sanierung hat sich das Management von vielen Traditionssparten getrennt und tausende Arbeitsplätze gestrichen. Im vergangen Jahr ist der Umsatz um 20 Prozent geschrumpft. Zur Jahreswende beschäftigte Kodak noch 12 000 Mitarbeiter die jetzt hauptsächlich Drucklösungen für Firmenkunden entwickeln und fertigen. In den neuen Kernbereichen musste der Konzern im vergangenen Jahr einen Verlust von 400 Mio. Dollar verbuchen.

Die Finanzierung für den Neustart wurde bereits zugesichert

Die Finanzierung für den Neustart sicherte sich Kodak im vergangenen Jahr. Von Banken wurden Kredite über 800 Mio. Dollar zugesichert. Für die Digitalfoto-Patente wurde ein Erlös von einer halben Mrd. Dollar erzielt, genau wie es die Geldgeber verlangt haben Die Patente wurden von einem Konsortium aus IT-Schwergewichten gekauft, wie Google, Samsung und Apple. Am 11.03.2013 stand der letzte Kurs der Kodak-Aktie (ISIN U82774611097) bei 0,15 Euro, das ist eine Performance von plus 2,00 Prozent.

Bildquelle: ©Michael Grabscheit / pixelio.de

Tagged with:
 

Leave a Reply