In dieser Woche ist über Apple ein regelrechter Geldsegen niedergegangen. Der Hersteller von iPhone und iPad hat sich mit dem Verkauf von Anleihen 17 Milliarden Dollar beschafft. So viel Geld konnte bisher noch kein anderes amerikanisches Unternehmen auf einen Schlag einsammeln. Das Geld ist für den Rückkauf eigener Aktien und Dividenden gedacht. Auf diesem Weg will Apple den schwächelnden Aktienkurs aufpäppeln. Da Anleihen Schuldpapiere sind muss Apple dafür Zinsen bezahlen. Das Geld wird zum festgelegten Zeitpunkt an die Inhaber der Anleihen zurückbezahlt. Für das IT-Unternehmen sind Schulden vorteilhafter, als die Reserven anzugreifen. Zwei Drittel vom Kassenbestand parkt Apple außerhalb der USE. Das sind etwa 102 Milliarden Dollar. Wenn das Geld in die USA überwiesen wird, würden dafür hohe Steuern anfallen.

Schulden lohnen sich für Apple

Bereits in der vorigen Woche wurde verkündet, dass Apple das erste Mal nach fast 20 Jahren wieder Anleihen verkaufen will. Den Spitznamen“ iBonds“ hatten die Papiere daraufhin schnell weg. Bei den Investoren waren die Anleihen gefragt. Angeblich hätten in den Orderbüchern Anfragen von mehr als 50 Milliarden Dollar gestanden. Apple hat insgesamt sechs Anleihetypen angeboten. Diese muss das Unternehmen in drei bis dreißig Jahren zurückbezahlen. Die Zinssätze sind entsprechend unterschiedlich. Apple bezahlt nur Minizinsen, weshalb sich die Schulden für den Konzern lohnen. Das Zinsniveau ist allgemein niedrig und bei den Ratingagenturen Moody’s und S&P besitzt Apple zwar nicht die Bestnoten aber eine hervorragende Kreditwürdigkeit.

Deutsche Bank war an Platzierung der Anleihen beteiligt

Schuldenpapiere wurden von Apple zuletzt 1996 ausgegeben. Der zurückgekehrte Gründer Steve Jobs hatte danach viel Wert auf ein schuldenfreies Unternehmen gelegt. Sein Nachfolger Tim Cook hat jüngst die Ausschüttungen an die Anteilseigner verdoppelt und erklärt, dass er für die Finanzierung den Kapitalmarkt anzapfen will. Die Platzierung der Anleihen wurde von der Deutschen Bank gemeinsam mit Goldman Sachs organisiert. Derzeit liegt die Apple-Aktie etwa 40 Prozent unter dem Rekordhoch von 700 Dollar vom Sommer 2012.

Bildquelle: ©Jorma Bork / pixelio.de

1 Response » to “Investoren reißen sich um Apple-Anleihen”

  1. […] sind unter anderem Investitionen im Finanzdienstleistungsgeschäft. Genau wie bei der im November emittierten Anleihe, sind die Konditionen für die neue Wandelanleihe. Die Anleger bekommen 5,5 Prozent Zinsen […]

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