Geldanleger bevorzugen derzeit Betongold

On 7. April 2013, in Allgemein, by Birgit

Der schwunghafte Handel mit kombinierten Wohn- und Geschäftshäusern zeigt, dass die Anleger wegen der Staatschuldenkrise und der in Europa schwächelnden Konjunktur ihr Vermögen verstärkt in Betongold investieren. In Deutschland boomt die Nachfrage nach Wohn- und Geschäftshäusern. Diese werden von Investoren nicht nur in Großstädten, sondern mittlerweile auch in mittleren Großstädten gesucht. Immobilien werden als sichere Kapitalanlage angesehen. Im Vergangenen Jahr wurden bundesweit etwa 20.4 Milliarden Euro umgesetzt. Im Jahr 2011 waren es 17 Milliarden Euro. Die Anzahl der verkauften Objekte hat rund ein Zehntel zugelegt. Der durchschnittliche Preis pro Immobilie ist an den meisten Standorten gestiegen. Nach Einschätzung vom Marktanalyst Carsten Rieckhoff von der Nachrichtenagentur dpa betrifft das nicht nur Immobilien in den Metropolen Berlin, Hamburg und München, sondern auch Städte die wegen ihren positiven wirtschaftlichen sowie soziodemografischen Entwicklung für Investoren interessant wurden. Das sind unter anderem Hochschulstandorte wie Weimar und Bonn.

Immobilien in B-Standorten bieten gute Rendite

In München sind die Durchschnittspreise für kombinierte Wohn- und Geschäftshäuser um etwa 21 Prozent auf rund 5 Millionen Euro gestiegen. In Bonn haben diese Immobilien sogar um 71 Prozent zugelegt, in Weimar um 69 Prozent und in Leverkusen hat sich der Preis verdoppelt. Die Preisentwicklung wird durch das Bevölkerungswachstum und den niedrigen Zuwachs an Neubauten begünstigt. Der Immobilienhandel in Berlin war besonders schwunghaft. In anderen Städten haben diese Anlageobjekte ebenfalls deutlich mehr als im Vorjahr die Eigentümer gewechselt. In Hamburg ist das Transaktionsvolumen mit etwa 900 Mio. Euro stabil geblieben. Es sind nicht nur institutionelle Verkäufer die Immobilien anbieten, sondern auch private Eigentümer, die ihre Immobilien aus Altersgründen, aus einer Erbschaft oder nach einer Trennung anbieten. In Metropolen ist die Rendite für solche Zinshäuser in guten Lagen auf 5,0 Prozent zurückgegangen. In den guten Lagen von B-Standorten hingegen wird derzeit eine Rendite zwischen 6,0 und 7,0 Prozent erzielt. Objekte die direkt am Wasser liegen, wie in Bremen, Düsseldorf, Leipzig und Bonn liegen derzeit im Trend.

Risiko bei Immobilien überschaubar

Für Anleger sind Immobilien derzeit interessant, weil sie als Sachanlage vergleichsweise gute Renditen bieten und das Risiko überschaubar ist. Das Marktsegment scheint sich noch nicht überhitzt zu haben, so dass Experten mit einem hohen Handelsvolumen in diesem Jahr rechnen, das mindestens auf dem Niveau vom vergangenen Jahr liegt.

Bildquelle: ©Birgit Winter / pixelio.de

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