Den großen Hype haben Bitcoins bereits hinter sich. Jetzt wollen die aus einem Streit um die Gründung von Facebook bekannten Winklevoss–Zwillinge eine Vermögensverwaltung für Bitcoins gründen. Die Pläne für die Bitcoin-Vermögensverwaltungsgesellschaft haben sie der amerikanischen Börsenaufsicht in einem Antrag vorgestellt. Der Handel mit der digitalen Währung soll dadurch leichter werden. Durch den Bitcoin-Trust sollen für insgesamt 20 Millionen Dollar Aktien ausgegeben werden. Ein Anteilsschein für 20 Dollar in echtem Geld hätte gleichzeitig einen bestimmten Wert an Bitcoins. In dem Konzept heißt es:“Die Aktien sind für Anleger gedacht, die eine kosteneffiziente und bequeme Methode suchen, an Bitcoins zu kommen“. Die Risiken nennen die Zwillingsbrüder vorschriftsgemäß auf 74 Seiten. Zu den Risiken gehört auch, dass die Geschäftsführung über keinerlei Erfahrung mit der Leitung einer Investmentgesellschaft verfügt und die Fähigkeiten dafür eventuell nicht ausreichen oder unpassend sind.

Virtuelles Guthaben

Im Jahr 2009 wurden Bitcoins erfunden. Ein unbekannter Programmierer hat sie geschaffen, weil er eine Währung die von Zentralbanken und anderen Finanzinstituten unabhängig ist wollte. Bitcoins waren seine Antwort auf die Finanzkrise. Die Währung wird von Nutzern als virtuelles Guthaben erworben und täglich wird der Wechselkurs zum echten Geld errechnet. Bitcons als Zahlungsmittel werden von einigen Online-Shops und Websites akzeptiert. Die Befürchtungen von staatlichen Aufsichtsbehörden und Notenbanken sind, dass Bitcoins für Geldwäsche genutzt werden.

Fans von Bitcoins

Bitcoins waren im Mai dieses Jahres sehr beliebt. Der Kurs ging allerdings zurück, nachdem Hackerangriffe auf die Bitcoin-Handelsplattform Mt Gox bekannt wurden. Die Zwillinge Cameron und Tyler Winklevoss sind große Fans von Bitcoins. Im April sollen sie ein Prozent aller im Umlauf befindlichen Bitcoins besessen haben.

Die Brüder wurden durch den Film „The Social Network“ bekannt. Darin wurde geschildert, wie sie Mark Zuckerberg, den Gründer von Facebook, wegen Ideenklau verklagten. Im Rechtsstreit brachte ihnen die Einigung Millionen ein. Diese erhielten sie in bar und in Facebook-Anteilen.

Bildquelle: © Tony Hegewald / pixelio.de

Comments are closed.